SGGT Bern - Berner Regionalgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung SGGT SGGT Bern - Berner Regionalgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung SGGT
Berner Regionalgruppe der Schweizerischen Gesellschaft für den Personzentrierten Ansatz pca.acp   Weiterbildung, Psychotherapie, Beratung

Qualifikation der PsychotherapeutInnen

Nur in wenigen anderen Berufen gibt es vergleichbar hohe Qualifikations-Anforderungen wie bei den Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten:

Zertifizierte PsychotherapeutInnen haben nach ihrem Studienabschluss (Uni oder Fachhochschule) eine mindestens 5-jährige therapeutische Zusatzausbildung absolviert. Feste Bestandteile einer Psychotherapieausbildung sind neben theoretischen und praktischen Fachseminaren vor allem Selbsterfahrung, Supervision und eigene therapeutische Tätigkeit. (Je nach Ausbildungsstandard werden insgesamt zwischen 1130 und 1400 psychotherapeutische Ausbildungsstunden verlangt. Vorausgesetzt wird in der in der Regel ein abgeschlossenes Psychologiestudium.)

Die Zulassung als PsychotherapeutIn verlangt verschiedene Anerkennungen:

  • Zertifikation durch die Ausbildungsgesellschaft: im Falle der hier genannten TherapeutInnen durch die pca.acp.
  • Kantonale Anerkennung: die Praxisbewilligung wird im Kanton Bern nach strengen Kriterien von der Gesundheitsdirektion erteilt. (In den Kantonen gibt es unterschiedliche Standards; seit kurzem gibt es jedoch eine gegenseitige Anerkennung.)
  • Anerkennung durch einen der Berufsverbände: FSP, SBAP oder ASP (siehe Begriffe und Abkürzungen). Die Verbandsanerkennung ist Voraussetzung für die Anerkennung durch die SantéSuisse.
  • Anerkennung durch die SantéSuisse: diese ist nötig, damit über die Zusatzversicherung der Krankenkassen abgerechnet werden kann.

Ausserdem wird von verbandsanerkannten PsychotherapeutInnen verlangt, jedes Jahr eine bestimmte Anzahl Stunden an Fortbildung zu absolvieren.


Neuregelung und Übergangszeit

Seit April 2013 ist das neue Psychologieberufegesetz (PsyG) in Kraft, welches auch die eidgenössische Anerkennung der Psychotherapie regelt. Für eine 5-jährige Übergangszeit listet die Gesetzesverordung (PsyV) all jene Ausbildungen, welche bestimmte Anforderungen erfüllen, als provisorisch akkreditiert auf. Dazu gehört auch die postgraduale Ausbildung in personzentrierter Psychotherapie pca.

Die PsychotherapeutInnen pca mit Fachtitel von einem der Berufsverbände FSP, SBAP oder ASP dürfen sich aufgrund der neuen Regelung als «eidgenössisch anerkannte/r Psychotherapeut/in» bezeichnen. Wo keiner der genannten Verbands-Fachtitel genannt wird, empfehlen wir nachzufragen (es gibt auch anderweitige Kriterien, die zum eidg. Titel berechtigen).